Net Working Capital / Nettoumlaufvermögen und Working Capital Ratio

Formel 1:
Formel Net Working Capital 1 / Nettoumlaufvermögen

Bedeutung 1:

Diese Berechnung des Net Working Capital (auch Nettoumlaufvermögen) gibt den prozentualen Anteil (Ratio) an, zu dem das kurzfristige Fremdkapital durch das Umlaufvermögen gedeckt ist. Die Kennzahl wird auch als Liquiditätskoeffizient bezeichnet.
 
Das kurzfristige Fremdkapital setzt sich zusammen aus den kurzfristigen Verbindlichkeiten mit Laufzeit bis zu einem Jahr, den Steuerrückstellungen, den sonstigen Rückstellungen und den passive Rechnungsabgrenzungsposten. Die liquiden Mitteln bestehen aus dem Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten.
 

Formel 2:
Formel Net Working Capital 2

Bedeutung 2:

Diese (absolute) Berechnung des Net Working Capital zeigt den absoluten Überschuss des Umlaufvermögens über die liquiden Mittel und das kurzfristige Fremdkapital.
 
Das Nettoumlaufvermögen ermöglicht es dem Unternehmen, seinen Nettofinanzbedarf zu ermitteln, den es für kurzfristige Aktiva benötigt. Man sagt auch, dass es den Teil des Vermögens bezeichnet, der kurzfristig zur Generierung von Umsatz zur Verfügung steht und nicht durch Fremdmittel finanziert ist. Der wesentliche Unterschied zum Working Capital ist bei dieser Berechnung die Korrektur des Umlaufsvermögens um die liquiden Mittel.
 
Als Faustregel für das Net Working Capital gilt, dass das Verhältnis aus Umlaufvermögen und kurzfristigem Fremdkapital mindestens 100 % betragen soll. In diesem Fall ist das Net Working Capital ausgeglichen und beträgt Null. Aus Sicht der Banken sollte das Net Working Capital Ratio mindestens 120-130% betragen.
 
Das Working Capital sollte immer positiv sein. Ein negatives Working Capital weist auf die Nichteinhaltung der goldenen Bilanzregel hin: Fehlende Deckung des Anlage- und langfristigen Umlaufvermögens durch das Eigen- und langfristige Fremdkapital). Ein negatives Working Capital kann aber auch bedeuten, dass Lieferanten Umsätze vorfinanzieren.
 
Das Net Working Capital entspricht weitgehend der Liquidität 3. Grades.
 

Working Capital in der Bilanzanalyse:

Das Working Capital ist nur eine von vielen Kennzahlen, die wir in unserem Kennzahlentool zur Bilanzanalyse beispielhaft berechnen. Der Bilanzanalyse liegt ein Muster-Abschluss zugrunde. Sie können die Berechnung der Kennzahl aus der GuV/Bilanz leicht nachvollziehen oder die Bilanzanalyse auch mit eigenen Werten füllen und somit das Working Capital und viele weitere Kennzahlen für Ihr eigenes Unternehmen analysieren. Zum Bilanzanalyse-Tool  



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